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Maigruss

Ich mache gerade seltsame Dinge um aus meiner persönlichen Komfortzone zu gehen.

Dazu nehme ich an einer witzigen Challenge – „No Excuses – 21 Tage Reise an die Grenze Deiner Komfortzone“ teil.

Man bekommt insgesamt 10 Aufgaben und hat dann 2 Tage Zeit sie zu erledigen.

Es gelten keine Ausreden, man hat einen Joker und wenn man die Aufgaben nicht macht, fliegt man aus der Gruppe. 🙂

Und ich muss sagen, ich hatte noch nie soviel Spass im Krankenhaus – es war eine grandiose Idee hier mitzumachen.

Die erste Aufgabe war zu tanzen und einen Video davon zu machen und dieses dann in der geschlossenen Gruppe zu posten.
Sich beim Tanzen filmen?

ICH?

Die sich jahrelang nicht fotografieren ließ – ich mach mich doch zum Vollhorst.

Ausserdem bin ich im Spital,  ich kann im Moment nicht mal gut aufstehen um ins Bad zu gehen, weil meine Oberschenkel aus einem einzigen Hämatom bestehen und sehr geschwollen sind.

Und überhaupt, ich bin absolut ungestylt!
Mein erster Gedanke war also:

Nein, das mache ich nicht, ich kann das nicht und ich will das auch nicht.

Dann wurde mir bewusst, dass auch das mal wieder Glaubenssätze, Ausreden und Geschichten sind, die ich mir selbst erzähle.
Ich habe mir vorgenommen es doch zu tun.

Nur ist das alles nicht so einfach, wenn man das Zimmer nicht alleine für sich hat.

Den halben Tag habe ich also gelauert, bis meine Zimmernachbarin am Nachmittag Besuch bekam und das Zimmer in Richtung Cafe verlassen hat.
Dann schnell wie ein Blitz meine neueste Errungenschaft das Stativ für das Handy aufgebaut, Musik angemacht und dann habe ich einfach im Bett getanzt. 🙂

Wo ein Wille da ein Weg – wie Ihr wisst seit Jahren mein Leitspruch.

Dann das Video hochgespielt in den geschlossenen Kreis. Euch (oder mir) erspare ich dieses Video.

Heute ist die Aufgabe mit Gewohnheiten zu brechen und etwas anders zu machen als sonst, also z.B Zähneputzen mit der linken Hand. Da das aber schon viele Andere gemacht haben, habe ich mir was Anderes überlegt.

Habt ihr Euch schon mal mit der linken Hand die Fußnägel lackiert?? Nein?

Ich schon – HEUTE. 🙂

Ausserdem liege ich hier auch vollständig gestylt, angezogen und geschminkt im Bett und wäre bereit zum Ausgehen – auch recht ungewöhnlich im Spital, zumal wenn man keinen Besuch erwartet.
Und gleich, werde ich diesen Artikel als Videoclip aufnehmen – es macht mir Spaß aufzunehmen UND es ist mir gleichzeitig peinlich mich zu zeigen.

Was soll`s – Tu was du liebst, Hauptsache du bist glücklich!

Auf jeden Fall habe ich sehr viel Spaß hier und alleine dafür danke ich Katja und Markus, die sich diese Challenge einfallen haben lassen.

Mir wird hier nicht langweilig und die Pflegerinnen wundern sich schon sehr, was ich hier so alles mache.

Bei dieser Challenge ist mir aber auch bewusst geworden, dass jeder der ein Handicap hat und trotzdem am normalen Leben teilnehmen will, ständig aus seiner Komfortzone gehen muss.
Solange man in seiner gewohnten Umgebung in der Alles für die Behinderung und den Alltag eingerichtet ist, ist alles gut – aber sobald man rausgeht, fängt das Improvisieren an.
Das habe ich auch ganz anschaulich in einem Artikel vom November 2013 beschrieben.
Auch hier im Spital muss man dauernd aus der Komfortzone gehen, da man auf Hilfe angewiesen ist. Und mir ist es immer noch unangenehm, wenn ich Andere um Hilfe bitten muss.

Und nun stelle Du dir mal die Frage – wann hast du deine persönliche Komfortzone das letzte Mal verlassen? Was hast du gemacht und wie ist es dir ergangen?
Ich freue mich auf Eure Erfahrungsberichte!

Am Dienstag geht es übrigens wieder nach Bad Zurzach in die Rehaklinik zurück, dann noch ca 14 Tage und ich gehe davon aus Mitte Mai endlich wieder zuhause zu sein. 😉

Ihr hört spätestens nächsten Sonntag wieder von mir – bis dahin einen guten Start in den Mai!

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