Tag 95…. Es bewegt sich was…
25. Mai 2012
Tag 111… mein OP Bericht
10. Juni 2012
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Hurra, juchhei…. Ihr werdet es nicht glauben, ich durfte heute Nachmittag für 15 Minuten in die Sonne!!!
Ich bin absolut happy und fühle mich wie Weihnachten und Geburtstag auf einmal 🙂
Wie kams?

Nachdem mein Mann und ich das Pfingstwochenende bei herrlichstem Wetter hier im Zimmer verbracht haben, haben wir überlegt, dass wenn es mir schon nicht möglich ist aufzustehen und es hier auch keine Möglichkeit gibt mich mittels Hilfsmittel wie Lifter oder stehbrett o.ä auf einen Rollstuhl zu transferieren und mich aus diesem Raum zu schieben, wäre es ja vielleicht eine Option mich mit meinem Bett hinauszuschieben… Und wenns vor den Lieferanteneingang oder den Notfall ist.. Dazu brauchen wir aber das ok der Ärzte bzw. Schwestern, denn erstens müsste jemand meinem Mann helfen das Bett um die Ecken zu schieben und zweitens wissen wir nicht wie man zu den jeweiligen Eingängen kommt…. Auf jeden Fall muss ich irgendwie aus diesem Zimmer kommen… Mir kommt die Decke immer näher und näher…

Heute Nachmittag bekam ich dann überraschenderweise „Besuch“ von meinem Chirurgen und der Pflegestationsleiterin, die mit mir einige Sachen wegen der OP besprechen wollten…
Diese Gelegenheit nutzte ich direkt um von meiner neuesten Idee zu erzählen und zu fragen ob die Beiden einverstanden seien. Nach anfänglicher Skepsis der Pflegestationsleiterin (Bett zu schwer, Aufzug zu klein, Tür am Lieferanteneingang zu schmal und mit Schwelle usw….) und Zuspruch von Dr. Nussbaumer ( warum bis zum Wochenende warten, könnte man ja gleich mal testen..) wurde ich unmittelbar nach dem Gespräch von der Stationsleiterin persönlich und einer anderen Schwester hinausgeschoben…..

Es funktionierte natürlich hervorragend, ist auch gar nicht weit zu schieben und war gleich erledigt… Es ist gar kein Problem für meinen Mann und eine weitere Hilfe mich an die frische Luft zu setzen… 🙂

..ich schwöre euch….. Das Gefühl das ich hatte als ich nach 3 Monaten meinen ersten Atemzug draußen gemacht habe und erst dann als ich die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut spürte ist unbeschreiblich … Vor lauter Freude brach ich erstmal in Tränen aus und auch jetzt, wenn ich euch davon erzähle kommen mir die Tränen vor Freude …
Ich durfte dann 15 Minuten draußen bleiben, da die Stationsleiterin nicht wollte, dass ich alleine draußen blieb, musste (durfte, denn ich glaube sie waren alles andere als traurig darüber) eine Pflegerin für jeweils 5 Minuten bei mir bleiben… Außerdem ließ mir die Stationsleiterin sogar noch einen Kaffee bringen… Wie nett ist das denn!?

An dieser Stelle vielen vielen Dank an alle Beteiligten…!!! Ich weiß sehr zu schätzen was ihr alle für mich tut!

Auf jeden Fall sind für meinen Mann und mich ab sofort die Wochenenden, die wir hier im Zimmer verbringen müssen gezählt… 🙂

In diesem Sinne sonnige Grüsse aus dem Spital

Ursula – Maria

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