Tag 40 Wellness
31. März 2012
Tag 52 mal wieder was Neues aus dem Spital
12. April 2012
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Wie ihr wisst bin ich ursprünglich nicht ins Spital gekommen um mich operieren zu lassen, sondern weil ich es zu hause nicht allein geschafft habe mobil zu werden.
Nun nach 6 Wochen bin ich was die Mobilität betrifft im Grunde keinen Schritt weiter.
Sicherlich bin ich leichter geworden und daher beweglicher, aber trotzdem haben sich die Muskeln durch die lange Liegerei abgebaut.
Ich schaffe es auf jeden Fall zur Zeit nicht alleine aufzustehen.
Nun bin ich gemeinsam mit der Physiotherapeutin seit Tagen daran das zu üben – nur mache ich so winzige Fortschritte dabei, dass wir Beide im Grunde genommen frustriert sind.
Jetzt habe ich mal recherchiert wie denn woanders Menschen, die nicht selbstständig aufstehen können mobilisiert werden?!
Nun gibt es dazu diverse Hilfsmittel, u.a. so genannte Patientenlifter.
Also war meine Frage an die Pflegekräfte ob sie so ein Teil hätten und wenn ja warum sie das nicht bei mir nutzen. Schnell stellte sich heraus, dass ein solches Gerät schon im Haus ist… NUR.. wie die meisten Geräte ist auch dieses Gerät nur bis zu einem Maximalgewicht von 150 kg geeignet.
Hallo!? In was für einer Welt leben wir eigentlich? Menschen die also schwerer sind als 150 kg sollen es also OHNE Hilfsmittel schaffen selbstständig aufzustehen, während die Menschen die in die Norm passen Hilfsmittel bekommen!?
Ich verstehe das alles langsam nicht mehr!
Nun habe ich weiterrecherchiert und ein Gerät gefunden, welches auch für „schwerere Kaliber“ ausgelegt ist und vorgeschlagen dieses Gerät doch, wenn nicht gleich zu kaufen, dann doch wenigstens auszuleihen.
Gott sei Dank fanden die Ärzte, Pflegerinnen und Physios meinen Vorschlag gut und sie bemühen sich das Gerät zu bekommen – die endgültige Entscheidung wird aber wohl (wenn ich es richtig verstanden habe) die Pflegestationsleiterin treffen, welche heute nicht erreichbar war.
Also liebe Leute – drückt mir bitte die Daumen, dass ich dieses Hilfsmittel bekomme!!!
Aber unabhängig davon finde es schon ziemlich arm, dass ich als Patient mich selbst um solche Sachen kümmern muss – eigentlich bin ich doch hier, weil ich die Hilfe anderer brauche – und was passiert mit solchen Patienten die vielleicht psychisch nicht in der Lage sind sich um die eigenen Belange zu kümmern!? Ich kann darüber nur den Kopf schütteln und mich würde interessieren wie ihr das seht? Ist es meine „Pflicht“ als Patientin selbst herauszufinden wie mir am besten geholfen werden kann oder gibt es nicht genau dazu Fachleute??

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