Tag 111… mein OP Bericht
10. Juni 2012
Tag 119… Das Stehbrett
19. Juni 2012
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Hallo Ihr Lieben,

Ich melde mich mal wieder aus dem Spital und freue mich sehr euch zu sagen mir geht’s soooooooooo gut!
Mittlerweile sind alle Kabel und Schläuche entfernt, ich benötige keinerlei Schmerzmittel mehr, mir war die ganze Zeit über nicht einmal übel und irgendwie ist bei mir mal wieder alles anders als bei den meisten Anderen mit einer solchen OP – nämlich besser, schneller, schmerzfreier und einfacher… Obwohl von den Ärzten immer genau das Gegenteil angenommen wird und sie es deswegen als reines Wunder ansehen, wie fit ich schon wieder bin…. :-))
Seit gestern darf ich theoretisch auch wieder alles essen….wenn es weichgekocht, bzw.klein geschnitten ist. Leider ist aber nun das Essen hier im Spital für meine ( und ich betone für MICH) ungenießbar – ich war schon immer sehr heikel und bevor ich etwas esse was mir nicht schmeckt, esse ich lieber gar nichts! Das führte die letzten Tage dazu, dass ich mehr oder weniger nichts gegessen habe…. Nicht weil ich es nicht vertrage ( wie die Meisten, daher ist das Essen beispielsweise überhaupt nicht gewürzt!) sondern weil es mir eben nicht schmeckt, vielmehr ekelt es mich meist davor.
Nun hat man aber mit einem Schlauchmagen auch kaum mehr Hunger, bzw. er ist nach einem Esslöffel von irgendwas oder nach einigen Schlucken Wasser o.ä. gestillt.

Leider muss ich jetzt aber zugeben, dass ich halt schon auch gerne esse und wenn ich tagelang nichts vernünftiges ( nochmal… Ich betone und verstehe, dass die hier so kochen müssen um massenkompatibel zu sein) werde ich halt „etwas“ grantig!
Mein Mann hat daher Abhilfe geschaffen und mir heute Nachmittag Erdbeerkuchen (ich habe ungefähr 1/3 davon gegessen) und heute Abend lecker Ravioli mit Spinat-Ricottafüllung und Salbei vom Italiener (es war eine kleine Vorspeise und davon habe ich die Hälfte, also 4 Nudeln geschafft) geholt. Das Tollste ist, dass ich alles wunderbar vertragen habe und überhaupt nicht das Gefühl habe auf etwas verzichtet zu haben, weil ich jeweils nur so wenig essen konnte…. Es kommt eben nicht auf die Quantität sondern auf die Qualität an – zumindest bei mir!

Man muss dazu sagen, dass ich ja nun nächste Woche vier Monate hier bin und normalerweise die Patienten wenn es keine Komplikationen gibt spätestens 7 Tage nach der OP entlassen werden. Sie haben den Nachteil dass sie essenstechnisch auf sich selbst gestellt sind, was aber auch den Vorteil hat, dass sie austesten können was, wie und wieviel vertragen wird. Das finde ich spannend, man lernt automatisch ein neues, anderes Essverhalten…. Viele mögen oder vertragen die Sachen die sie vorher mochten nicht mehr und andersrum, aber sie können und sollen experimentieren und es herausfinden und sie können die winzigen Mengen nach dem eigenen Gusto zubereiten…
Lange Rede kurzer Sinn, das fehlt mir hier etwas – macht nix, man kann ja auch anderweitig dem krankenhausessen zumindest hin und wieder entfliehen… 🙂

Übrigens…. Beim trinken vergesse ich noch manchmal ( wie gerade in diesem Moment) dass ich nur Schluckweise und langsam trinken soll…. Ohoh… Das führt zu heftigem Magendrücken… ;-(

Jetzt habe ich schon soviel geschrieben, dabei habe ich das Tollste noch gar nicht erwähnt: “ mein“ Stehbrett… Aber davon erzähle ich einfach ein andermal

Liebe Grüße aus dem Spital in Lachen ( wo meine Tage jetzt gezählt sind….HURRA)

Ursula-Maria

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