zu viel und doch zu wenig Zeit
9. September 2013
Viel Arbeit und Nervosität
7. Oktober 2013
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Selbstbestimmung, Selbstregierung, Selbstführung sind die Grundbedingungen des modernen Lebens. – Je freier die Berufsart, um so stetiger bedarf es in ihr der Disziplin seiner selbst.
Berthold Auerbach (1812 – 1882)
Ich hatte kürzlich eine Diskussion darüber, dass es Frauen in unserer Zeit sehr schwer haben Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. Die These des Bekannten mit dem ich diese Diskussion führte war, dass wir Frauen gerne auch zuhause bei den Kindern bleiben würden, wenn der Staat uns die Möglichkeit dazu gäbe. Aber da die Ehe heute keine „Sicherheit“ mehr bietet, müssten Frauen arbeiten.
Nun kann ich natürlich nur für mich sprechen und ich habe keine Kinder. Wenn ich Kinder gehabt hätte, wäre ich sicherlich (ausser vielleicht in den ersten ein oder zwei Jahren) niemals auf die Idee gekommen, ganz zuhause zu bleiben.
Und das hat in meinem Fall sicherlich nichts oder nur am Rande mit Existenzängsten zu tun.
Sondern eher damit, dass mir das Hausfrauendasein viel zu langweilig wäre. Nur auf Haushalt und Kinder reduziert werden? Nein, nichts für mich!
Ich war immer berufstätig und werde es sicherlich auch immer bleiben.
Auch die letzten Monate habe ich im Grunde gearbeitet – mehr als 8 Stunden tgl.- 24 Stunden rund um die Uhr
Ich habe an mir und der Wiederherstellung meiner Gesundheit gearbeitet.
Die Arbeit an mir wird wahrscheinlich nie abgeschlossen sein, aber das reicht mir nicht!
Ich will und muss noch was anderes tun!
Deswegen überlege ich seit Monaten – eigentlich seit ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde  – was ich tun könnte. 
Nicht wegen des schnöden Mammons – nagut, ich gebe es zu, vielleicht auch ein bisschen deswegen. 😉
In erster Linie für mich – für mein Selbstbewusstsein, mein Selbstwertgefühl brauche ich das.
Ich war und bin nun mal Unter-nehmerin und ich glaube das bleibe ich mein Leben lang.
Natürlich bin ich im Moment eingeschränkt, kann also weder zu Kunden fahren, noch diese empfangen, kann keinen Laden, kein Büro und kein Restaurant eröffnen.
Was liegt da näher als mein Hobby – mein Talent zu nutzen?!

Ich werde ab sofort wieder offiziell arbeiten – von zuhause aus – und ich werde mein Hobby zum Beruf machen, denn ich werde Strickdesignerin (vielleicht bin ich es längst?).
Natürlich habe ich keine Ausbildung in diesem Bereich und muss noch viel lernen, zum Beispiel über Garne – aber ich habe schon so viel in meinem Leben gelernt und mein Motto war schon immer „learning by doing“.

In den letzten 12 Monaten habe ich auch extrem viel von diversen Strickkünstlerinnen gelernt und durfte von der Erfahrungen partizipieren. Dafür bin ich sehr dankbar und bin mir sicher, dass wir auch in Zukunft noch sehr viel gemeinsam bewirken werden.

Außerdem kann ich immerhin auf 30 jährige Strickpraxis zurückblicken – soviel Erfahrung hatte ich bei meinen bisherigen Firmengründungen nie vorzuweisen.
In einigen Wochen wird die Firma, das Label „Strickengel Designs“ an den Start gehen – ich fange an mit insgesamt 5 von mir entworfenen Strickdesigns, eine Anleitung wird frei erhältlich sein, die Anderen kann man auf verschiedenen Internetplattformen erwerben.
Zwei der 5 sind bereits fertig, das Dritte ist in Arbeit. 😉
Wer sich für die Designs und die Geschichte dahinter näher interessiert, mehr Infos gibt es bei http://www.strickengel.com
Ob ich damit Erfolg habe? Wir werden sehen – auf jeden Fall kann ich sagen ich bin berufstätig – denn ich lebe meine Berufung! 🙂

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