Sardinienurlaub – Teil 2
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Sardinienurlaub – Teil 3 – Hotel Pellicano d’Oro

 

Am Montag ging es also auf unsere letzte Etappe
und wir fuhren direkt nach dem Frühstück vom südlichsten Teil der Insel über die Autobahn, die erst an der Westküste entlang und dann ins Landesinnere quer über die Insel in den Norden geht.

Unser Hotel lag gleich in der Nähe des Fährhafens und so konnten wir schon mal schauen, wie wir am Freitag zur Fähre kommen sollten.

Das Hotel liegt in einem kleinen Vorort von Olbia. Dieser Ort erinnerte mich sehr an Denia (Spanien), wo meine Eltern einige Jahre lebten.
Lauter schnucklige Einfamilienhäuser und auch unser Hotel sah auf den der ersten Blick wie ein Privathaus aus.
Und hier erwartete uns endlich ein Hotel wie ich es mir vorgestellt hatte.

Wir hatten ein Bungalow-ähnliches Zimmer mit eigenem Eingang und Terrasse zur Liegewiese und zum Strand.
Auf der Wiese waren Liegen und Schirme direkt vor unserer Terrasse reserviert.

Nur einige Schritte weiter war das Restaurant mit Terrasse und noch besser:

unmittelbar vor  unserer Terrasse war die Strandbar, in der ein hübscher, junger und vor Allem sehr netter Italiener Cocktails und andere Drinks zauberte.

Das Zimmer war hell und groß genug und endlich hatten wir dort auch ein Bad in ausreichender Grösse. Allerdings habe ich nun gelernt, dass generell die Türen in Italien schmäler sind als in der Schweiz und Deutschland – auch hier war mein Rollator ca. 1 cm zu breit um ihn einfach durch die Türen zu bekommen. Mittlerweile hatte ich mich aber schon daran gewöhnt, dass ich ihn zusammenklappte um ihn in den jeweiligen Raum zu bekommen.

Wie sagte die Dame im Reisebüro: “ dieses Hotel ist praktisch direkt an den Strand geklebt“ und
genauso war es – von der Liegewiese gingen 3 Stufen zum Strand hinunter – gut ich gebe zu, das wäre eine Herausforderung gewesen, weil kein Geländer dort ist – dort standen nochmal Liegen bereit und man konnte wunderbar ins Wasser gehen.
Leider erübrigte sich das für mich – ich war mittlerweile richtig krank geworden. Und hatte natürlich keine Medikamente mit – ich habe mit allem gerechnet, aber nicht mit ner Bronchitis.
Also musste mein Mann erstmal in eine Pharmazia um mir etwas gegen diesen Hustenreiz zu besorgen.

Nichtsdestotrotz genossen wir diese letzten Urlaubstage und ließen uns von dem „Beachboy“ mit leckeren Drinks verwöhnen – das volle Verwöhnprogramm sozusagen.

Leider war es dann am Mittwoch bewölkt und kein Wetter um herumzuliegen und so erkundeten wir
die Nordküste. Wir fuhren an die Costa Smeralda, der berühmten Smaragdküste Sardiniens und schauten uns dort Luxusyachten an.
Allerdings hatte ich mir vorgestellt dort Yachten ähnlich wie in Cannes zu sehen, aber in Sardinien ist dann doch alles eine Nummer kleiner.

Einen weiteren Abstecher machten wir nach Santa Maddalena, dem nördlichsten Punkt der Insel – nur 12 km von Korsika weg

Am Freitag war unser Urlaub dann leider schon beendet und wir machten uns (krank und müde, wie man auf dem Bild sieht) auf den Weg zum Fährhafen.

Die Rückreise verlief leider nicht so reibungslos wie die Hinreise.

Obwohl wir einen Behindertenparkplatz bekamen, wurden die Autos auf der Fähre so eingeparkt, dass die Rampe zum Aufzug blockiert war und es nicht möglich war die Rampe zu befahren.
Da es mittlerweile kein Problem mehr für mich ist eine Stufe zu steigen und mit dem Rollator zu gehen, war das nicht so schlimm – aber dennoch möchte ich erwähnen, dass es mit dem Rollstuhl gar nicht möglich gewesen wäre aus und wieder in das Auto zu kommen, bzw. den Lift zu benutzen.

Da die Wege auf einem Schiff sehr weit
sein können, haben wir uns dennoch entschlossen, dass ich nicht dem Rollator auf dem schwankenden Schiff laufen sollte, sondern mein Mann mich im Rolli schiebt.

Pünktlich zur zweiten Halbzeit des WM – Fussballspieles Deutschland – Frankreich hatten wir eingecheckt und konnten es auf dem Schiff anschauen und anschliessend
rollerten wir ins Restaurant um dort unser Abendessen zu uns zu nehmen.
Normalerweise bekommt man als Rollstuhlfahrer meist einen Tisch zugewiesen, der leicht zugänglich ist.
Nicht so auf diesem Schiff.

Wir wurden in die „hinterste“ Ecke bugsiert, was mit dem Rollstuhl nicht ganz einfach war.
Zu allem Überfluss meinte der Kellner uns helfen zu müssen und hantierte an meinem Rollstuhl herum, dass mein Mann befürchtete er würde ihn ramponieren.
Natürlich waren wir stinksauer und ließen uns unseren Ärger auch anmerken – mit dem Ergebnis, dass wir nach 1,5 Stunden lediglich die Vorspeise bekommen hatten und das Restaurant ohne Hauptgang entnervt verlassen haben.

Beim Verlassen des Restaurants passierte es dann – die Fußstütze des Rollis brach wieder ab, genau wie damals in Köln. Ich konnte also mit dem Rollstuhl nicht mehr fahren – und bin dann doch mit dem Rollator gegangen.
Gut, dass das erst bei der Heimreise passierte – wenn das bei der Hinreise passiert wäre, hätten wir ein grösseres Problem bekommen.

Am Samstag morgen kamen wir in Genua an und mittags waren wir zuhause…

Es war trotz Erkältung ein wunderschöner Urlaub, der uns noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird und der leider viel zu schnell vorüber ging.

Aber der nächste Urlaub kommt bestimmt – ich bin jetzt schon gespannt wo er uns hinführen wird. 🙂

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