Mit guter Planung erobere ich mir mein Leben zurück
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Das älteste und stärkste Gefühl ist Angst
24. Juli 2013
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Die Rücksicht ist ein Engelsamt,

Das, still geübt zu Menschenheil,

Beweist, dass es vom Himmel stammt,
Doch kehr´sie nicht ins Gegenteil.
Wer ausruft, dass er Rücksicht nimmt,
Und so mit dem Posaunenschrei
Auf offnem Markt zusammenstimmt,
Der bricht der Rücksicht Kern entzwei.
Und wenn dein Herz die Wohltat liebt,
Bedenk ´die Art, wie du beschenkst,
Und dass es auch ein Wohltun gibt,
Mit dem du selbst den Bettler kränkst.
(Emil Claar)

Im Sommer 1992 wollten wir (mein Exmann und ich) mit Bekannten einen Ausflug machen. Ein gemeinsamer Freund von uns fuhr bei Motorradrennen mit und wir wollten uns das gemeinsam ansehen.
Es war ausgemacht, dass wir die Bekannten abholen und dann gemeinsam zu dem Rennen, das etwas 1 Stunde Fahrzeit entfernt stattfand, fahren sollten.
Als ich bei den Bekannten aus dem Auto ausstieg, rutschte ich aus und fiel hin. Mein Arm schmerzte höllisch!
Ich beruhigte meinen damaligen Mann und unsere Freunde und sagte, es sei nicht schlimm, wir könnten trotzdem fahren.
So sind wir morgens zu dem Rennen gefahren – ich habe mir nichts anmerken lassen, am Abend haben wir dann noch, wie verabredet mit unseren Bekannten gegrillt und erst als wir uns verabschiedeten, bat ich meinen Mann, er möge mich bitte ins Krankenhaus fahren.
Dort wurde mein Arm geröntgt und festgestellt, dass ich ihn doppelt gebrochen hatte.
Dadurch dass ich nicht gleich zum Arzt bin, hatten sich in der zwischenzeit die Knochen auch „verschoben“ und der Arm musste eingerichtet werden.
… es geschah dann noch einiges anderes, aber das könnt ihr dann in meinem Buch detailliert nachlesen 😉

Ich denke,, das ist ein gutes Beispiel für „falsche“ Rücksichtnahme! Ich wollte den Anderen den Tag nicht verderben, habe auf die Zähne gebissen und durchgehalten.

Ein anderes Beispiel für „wirkliche“ Rücksichtnahme:
Wir haben hier in der Schweiz ein Lieblingsrestaurant. Als wir das Restaurant entdeckten war Winter und im Gastraum sind Bänke, also kein Problem für mich. Nun geht aber der längste Winter mal zu Ende und als wir im Sommer in das Restaurant wollten, wollten wir gerne draußen sitzen. Nun sind dort nur Plastikstühle mit Armlehnen – also unmöglich für mich! Dementsprechend ging mein Mann in den Gastraum und holte einen Holzstuhl ohne Lehnen für mich.
Als wir eine Woche später wieder in das Restaurant kamen – stand an unserem vorher reservierten Tisch eine Holzbank. 🙂
Das nenne ich Service und Rücksichtnahme! Ohne Worte und ohne den „Hilfsbedürftigen“ bloßzustellen dort zu helfen, wo Hilfe angebracht ist!

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

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