Das Leben hat mich wieder…. Teil 3
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meine Weihnachtsdecke

Es war einmal eine Frau mittleren Alters. Sie war glücklich verheiratet, lebte aber mit Ihrem Mann ganz weit weg von ihrer restlichen Familie.
Die Frau konnte nicht laufen und da ihr Rollstuhl zu breit für Zimmertüren war, konnte sie nur sehr selten aus dem Haus gehen.

Nun kam Weihnachten und ihr Mann und sie feierten ganz alleine zuhause – das war zwar sehr schön, machte die Frau aber auch sehr traurig.
Sie fühlte sich einsam und alleine.
An diesen Tagen hat sie sehr viel geweint und ihrem Mann das Leben sehr schwer gemacht.
Er hatte sich sehr viel Mühe gegeben und lecker gekocht. Sogar ein Auto hatte er ihr gekauft, damit sie künftig wieder wegfahren können. Aber das Auto können sie erst in einigen Wochen benutzen, wenn die Frau einen neuen Rollstuhl hat.
Das alles half aber nichts, denn die Frau war traurig. Eigentlich ist sie sehr selten traurig, aber dieses Weihnachten, war irgendwie alles anders.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag – sie hatte sich wieder einigermassen beruhigt – kam plötzlich eine Mitteilung von einer Strickfreundin, dass sie kommen würde.
Die Frau war erfreut, aber auch sehr überrascht, denn sie hatte in den letzten Monaten wenig Kontakt zu ihr.
Nun kam die Bekannte also und die Frau freute sich sehr.

Mitten im Gespräch fing der Mann der Frau plötzlich an ein Video aufzunehmen.
Die Strickfreundin zog eine Decke und ein Tuch aus der Tasche und erzählte, dass viele andere Strickfreudinnen der Frau sich bereits vor 4 Monaten überlegt hatten, gemeinsam für die Frau eine Decke zu stricken. Die Frau friert nämlich immer entsetzlich und hatte das den Freundinnen im September erzählt.
Nun haben die Freundinnen heimlich eine Decke und ein Tuch gestrickt – jede ein oder zwei Teile und dann per Post zu der Geschenkbotin geschickt – aus allen Gegenden Deutschlands und der Schweiz kamen die Teile zusammen.
Die Botin hat in sehr mühevoller, kunstvoller Arbeit die Teile wie in einem Puzzle zusammengefügt.
Es waren sogar so viele Teile, dass die Freundin ein Tuch und eine Decke daraus machen konnte.

Die Frau war sprachlos vor Freude und Begeisterung.
Eine Geschenk mit soviel Liebe gemacht, hatte sie noch nie bekommen.
Nun fühlt sie sich nicht mehr einsam und alleine – weiss sie doch, dass über Grenzen hinweg ganz viele Menschenengel an sie denken und sie mögen.

Sie wird diese Decke hegen und pflegen bis an ihr Lebensende und immer daran denken, dass man nie alleine ist – denn – wie die einzelnen Teile der Decke sich zu einem grossen Ganzen zusammengefügt haben – gehören auch wir Menschen zueinander und sind alle Eins.

Und wenn sie nicht gestorben ist, kuschelt sie sich noch heute in Ihr Tuch und die Decke und wird nie wieder frieren. 😉

Vielen vielen Dank an Babsi, Renate, Marie Theres, Birgitta, Brigitte, Monika, Petra, San Dy und Tanja.
Ihr habt mir eine grosse Freude gemacht!!

 

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