Eine Fahrt durch Deutschland und zurück….
28. Dezember 2014
Mit Schwung und viel Elan ins Neue Jahr
11. Januar 2015
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Gedanken zum Jahreswechsel

 

Am letzten Tag des Jahres, möchte ich eine kleine Rückschau auf die Ereignisse des Jahres machen und ich lade Euch ein mich dabei zu begleiten:

Januar

Dieser Monat steht im Zeichen des Neubeginns und der Hoffnung. Ich habe endlich einen OP-
Termin. Es gibt Hoffnung eines Tages nicht mehr  auf den Rollstuhl angewiesen zu sein.

Februar

Die erste Knie OP habe ich hinter mir – es geht mir gut

März

Leider treten Komplikationen auf, ich muss noch einmal operiert werden.
Anschließend Reha und die ersten Schritte.
Hurra, ich kann einige Schritte laufen.

April

Direkt nach der Reha machten wir an Ostern einen Ausflug in unsere alte Heimat nach Köln. Noch im Rollstuhl durften wir liebe Freunde nach langer Zeit wiedersehen.
Es war so schön und hat unglaublich gut getan!

Mai

Ebenfalls noch mit Rollstuhl ging es im Mai zum Wollfest nach Backnang und zum Swingstricktreffen nach Helmstedt. Wenn auch noch sehr mühsam und auch schmerzhaft geniesen wir es sehr, wieder unter Menschen zu kommen.

 

Juni

Unser erster richtiger Urlaub seit vielen Jahren – Sardinien. Ich gehe das erste Mal Treppen hoch, schwimme seit vielen Jahren mal wieder in einem öffentlichen Schwimmbad.

Das ist Glück!

Juli

Nach unserem Urlaub besuche ich das Quantumengelhealing – Seminar von Eva Maria Mora. Wir machen endlich einen Ausflug nach Augsburg. Seit 4 Jahren endlich wieder dahoam bei Familie und Freunden.
Seit dem Urlaub benutze ich den Rollstuhl gar nicht mehr!!
Ich bin so glücklich!!

August

Ein spannender Monat – wir fahren noch einmal nach Köln um den Geburtstag meines Schwagers zu feiern.
Aber wir fahren auch nach Kärnten – endlich meine Eltern besuchen. Auf dem Rückweg machen wir einen Abstecher zur Wollgarnspinnerei Ferner – Pläne schmieden. 😉

September

Es geht wieder ins Spital – die nächste Operation steht an. Leider gibt es wieder Komplikationen und ich werde eine Woche später noch einmal operiert.
Diesmal entschliesse ich mich NICHT in Reha zu gehen und wir fahren gleich nach meiner Spitalentlassung an den Lago Maggiore. 3 Tage Sonne tanken war für mich heilsamer als 3 Wochen Reha.

Ich kann gut mit Rollator und Krücken gehen und brauche den Rollstuhl auch nach der zweiten OP nicht mehr. 😉

Oktober

Wir bekommen ganz lieben Besuch einer ehemaligen Mitarbeiterin aus dem Rheinland.
An einem verlängerten Wochenende fahren wir noch einmal nach Österreich zur Wollgarnspinnerei Ferner – nun wird unsere Zusammenarbeit konkret geplant.
Wir treffen uns in Österreich auch  mit meinen Eltern – es war ein so schöner Tag und ich bin sehr dankbar und glücklich, dass es mir so kurz nach der OP schon wieder so gut geht.

November

An Allerheiligen Ausflug nach Deutschland – Wiedersehen mit meiner Nichte Nathalie und meinen Brüdern mit Familie.
Ich entdecke „zufällig“ ein freies Ladenlokal in Schwyz – nun wird es Zeit für konkrete Pläne.

Dezember

Noch ein Wochenende bei der Familie in Augsburg – erst sieht man sich Jahrelang gar nicht, plötzlich im Abstand weniger Woche.
Darüber bin ich sehr glücklich – mir wird bewusst, dass ich ein Teil einer grossen Familie bin. das hatte ich phasenweise durch die grosse Entfernung fast „vergessen“.

Ansonsten haben wir in diesem Monat viel Arbeit wegen der beruflichen Herausforderungen die auf uns warten.
Weihnachten verbringen wir mit meinen Eltern in Bayern.

Jetzt sind es nur noch einige Stunden und wir verabschieden dieses ereignisreiche Jahr und begrüssen das Neue Jahr mit einem Feuerwerk.
Bei mir ist es ein Feuerwerk der Gefühle:
Es ist extrem viel passiert in diesem Jahr – es verging wie im Flug.
Welch ein Fortschritt, Veränderung, Neubeginn!
Ich spüre unbeschreibliche Dankbarkeit und tief empfundene Liebe zu meinem Mann, ohne den die letzten Jahre nicht machbar gewesen wären.
Grosse Dankbarkeit gegenüber Dr. Orler – für mich der Held des Jahres – durch ihn habe ich mein Leben zurückbekommen und das kann man mit keinem Geld dieser Welt bezahlen!!!
Und ich bin ein klein wenig stolz auf mich. Darauf wie ich dieses Jahr gemeistert habe und darauf dass ich diese schwierigen Operationen so einfach „im Vorbeigehen“ weggesteckt habe.
Dieses Jahr stand im Rückblick nicht unter dem Zeichen „Operationen“ sondern unter dem Zeichen „Mobilität“  – denn mobil waren wir – ich glaube, das ist bei dieser Rückschau sehr offensichtlich. 🙂

Nun möchte ich mich mit meinem Lieblingsgedicht von Hermann Hesse von Euch für dieses Jahr verabschieden:

Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde!

Ich wünsche Euch ein erfolgreiches, glückliches und vor allen Dingen GESUNDES 2015

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