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Die Weisheit meines Körpers

Jana N. Bartenstein ging in den letzten Monaten auf Forschungsreise und hat viele deutschsprachige Experten wie Christian Rieken, Uwe Albrecht und Rüdiger Dahlke zum Thema Körperweisheit befragt und veranstaltet im März zu diesem Thema einen Onlinekongress.

Du lernst dabei viele Methoden und Ansichten kennen, wie man sich der Signale seines eigenen Körpers bewusst werden und sie deuten kann, aber auch wie du mit Hilfe verschiedener Methoden über den Körper und Geist an deinen Lebensthemen arbeiten kannst.

Es gibt praktische Übungen und Tipps, wie du Körper Geist und Seele in ihrer Einheit erleben kannst und zu Entspannung und Ausgeglichenheit findest.

Es ist mir eine große Ehre und Freude ebenfalls als Speakerin dabei zu sein.

Als Jana mich fragte, ob ich ihr ein Interview geben würde, habe ich mich natürlich geschmeichelt gefühlt und mir gleichzeitig die Frage gestellt ob ich in einem solchen Kongress die Richtige bin.

Im Gegensatz zu den anderen Sprechern habe ich offensichtlich einen Körper der nicht der Norm entspricht. Ich bin noch immer viel zu dick, an mir hängen noch ca 40-50 kg überschüssige Hautlappen die ich noch wegoperieren lassen sollte, meine Beine haben immer noch unterirdische Ausmasse, ich bin immer noch recht wacklig auf den Beinen und und und….

Auch kann ich nicht mitreden wenn es um irgendwelche Methoden geht, die man anwenden kann um noch schöner, noch beweglicher, noch schlanker, noch gesünder zu werden.
Natürlich habe ich mich in Frage gestellt – sollte ich wirklich mitmachen? Wie glaubwürdig, wahrhaftig, echt bin ich eigentlich bei diesem Thema?

Mein Körper und ich! Ein Kapitel für sich!

Viele Jahre habe ich meinen Körper gehasst. Ich fand ihn hässlich, unbeweglich und empfand meinen Körper als ein Monster. Ich hatte mich mental abgespalten von meinem Körper. 

Mir war sehr klar, mich als Person macht mehr aus als mein Körper – ich bin viel mehr als mein Körper – ich bin Seele, ich bin Geist. Mein Körper hat nicht so funktioniert wie er sollte, also habe ich ihn ausgeblendet.

Ich hatte ihn, er war „Mittel zum Zweck“, er funktionierte ja noch irgendwie, wenn auch nicht so wie ich es gerne wollte.
Nicht, dass wir uns falsch verstehen, es ist nicht so, dass ich mich nicht um ihn „gekümmert“ hätte.

Es war wie mit dem Rasen im Garten, man mäht ihn, im Sommer gibt man ihm vielleicht auch hin und wieder Wasser und solange er schön grün ist, beachtet man ihn nicht weiter.
So ähnlich habe ich das mit meinem Körper gemacht. Ich gab ihm ausreichend Nahrung und Wasser, habe niemals geraucht, keinen Alkohol getrunken und alles gemacht, was mir möglich war.
ABER ich habe ihn nicht geliebt – ich habe immer meine Seele, meinen Geist geliebt und das war gut so, denn im Nachhinein glaube ich, dass das der Grund ist, warum ich die ganzen Jahre „mental“ überlebt habe.

Ich konnte damit umgehen, dass die Menschen, wenn sie mich sahen erstmal zurückschreckten – entsetzt waren über das was sie da sahen. Dies konnte ich im Laufe der Jahre meistens komplett ausblenden und sogar damit „spielen“.
Ich wusste ja – und da ist er wieder, der magische Satz: „Ich bin mehr als mein Körper!“
Das strahlte ich auch aus und diese Einstellung hat mein Überleben gewährleistet.
Solange ich noch laufen konnte, war auch alles gut und dann kam der Tag an dem ich nicht mehr laufen konnte. (Ich habe dazu ausführlich hier im Blog und in meinem Buch „einfach schwer – in Ordnung“ geschrieben.)
Erst als ich sozusagen ganz am  Boden, bzw. im Bett lag, wurde mir bewusst:

Irgendwas hatte ich missverstanden!

Es heißt KÖRPER, Geist und Seele – das gehört alles zusammen – und wenn eines der drei Dinge nicht in Ordnung ist, ist  alles nicht in Ordnung.
Ich änderte meinen Glaubenssatz von : „Ich bin nicht mein Körper!“ um in „Ich bin Körper, Geist UND Seele. Es ist eine Einheit. Ich bin!“
Irgendwann wurde mir bewusst, wenn ich etwas ändern wollte, MUSS ich erst lernen meinen Körper anzunehmen wie er ist.

  • Akzeptieren wie er ist und seine Schönheit trotz der angeblichen Mängel sehen.
  • Sehen wie schön meine Beine sind.
  • Sehen wie schön meine kaputten Knie sind.
  • Sehen wie schön ICH (Körper, Geist und Seele) bin.
  • Mein Körper ist ein Wunderwerk der Natur.
  • Er ist sogar ein ganz besonderes Wunderwerk.
  • In meinem Fall leistet er noch mehr wie all die anderen Körper der schlanken, beweglichen, nach außen schönen Menschen.
  • Meine Beine, mein kleines Füsse tragen mich seit über 50 Jahren und und und….

Ich könnte jetzt ein Buch schreiben mit dem Titel. „Mein Körper – ein Wunder“.

Die Weisheit meines Körpers

Ausdehnung

 

Irgendwann habe ich erkannt, was ich an meinem so geplagten Körper habe.
Ich habe begonnen ihn zu sehen, ihn anzunehmen und zu lieben.
Ja, heute kann ich sagen. Ich liebe meinen Körper, er ist gut wie er ist.
Er ist perfekt für mich.
ER ist mein Zenmeister, der mich lehrt, fordert und fördert.
Mein Körper ist der beste und schönste Körper den ich haben kann, um meine Aufgabe, die ich habe, zu erfüllen.

Natürlich ging dieses Erkennen nicht von heute von morgen – es war und ist immer noch ein langer, langer Weg, der mich jeden Tag fordert und es bleibt spannend.
Es gibt auch jetzt manchmal noch Tage, an denen ich ins Opferland abtauche.
Tage, an denen ich die alltäglichen Schmerzen mehr wahrnehme als sonst.
Ich gestehe mir das mittlerweile ein und es darf auch mal sein. Ich darf auch mal jammern, ich darf auch mal schwach sein. Wichtig ist, immer wieder aufzustehen und die Welt zu rocken.
Ja, ich habe mir eine große Aufgabe gestellt und ich erfülle sie Tag für Tag so gut ich kann.

Ich glaube, diese Erkenntnisse und meine Geschichte sind wahrhaftig genug, um bei diesem Kongress, der voraussichtlich Mitte März stattfindet, als Sprecherin dabei zu sein.

 

 

 

 

 

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