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Man mag den freien Menschen
fesseln, knebeln, quälen.
Solang noch Geist und Herz
ihn seinen Wert empfinden
und einen höhern Sinn,
ein letztes Ziel des Lebens ahnen lassen,
wird er sich nicht verloren geben
und dankbar sein für jeden Tag,
da ihm ein inneres Licht
noch Kraft und Weisung gibt.
© Dr. Carl Peter Fröhling (*1933), deutscher Germanist, Philosoph und Aphoristiker
Gestern wurde in einer Facebookgruppe über einen Mann mit 400 kg berichtet.
Er musste den Notarzt rufen, diese konnten ihn nicht so einfach ins Krankenhaus transportieren, sondern mussten mit Hilfe der Feuerwehr erst eine Wand einbrechen.
Eine Nachbarin erzählte, dass er wohl seit 2 Jahren seine Wohnung kaum verlassen habe und sie ihn seitdem nicht mehr gesehen habe.
Dieser Mann ist nur ein Beispiel von vielen.
Immer wieder liest und hört man von extrem dicken Menschen.
Warum SIEHT man diese Menschen so selten? 
Wer von Euch hat schonmal (ausser denen die mich persönlich kennen.. 🙂 ) einen so dicken Menschen gesehen??
Diese Menschen gibt es doch!!!
Wo sind sie? WO finden sie in unserem normalen Alltag statt?
NIRGENDS, denn sie sperren sich freiwillig ein und sind gefangen – nicht nur im eigenen Körper, sondern zusätzlich auch noch in ihrer Wohnung.
Auch aus Angst vor EUCH! Vor Euren Blicken, Eurer Verachtung und eurem Spott!
Ich habe das Gott sei Dank nie gemacht – ich habe immer (trotz meines Gewichtes) alles das gemacht, was mir möglich war – wir sind verreist, ins Restaurant, ins Kino usw. Ich war trotz meines enormen Gewichtes immer selbstständig, habe meine eigene Firma geführt und bin zu Kunden gegangen.
Klar haben diese Manager erstmal „blöd“ geschaut, hatten sie doch ne schlanke Geschäftsfrau im Hosenanzug erwartet und keine rollende Tonne, die es kaum schaffte ins Besprechungszimmer zu laufen. Na und? Denen ist das „blöde“ Schauen ziemlich schnell vergangen und meistens wurde ich – vielleicht gerade deswegen – weil ich mich das traute, mit sehr viel Respekt und Hochachtung behandelt.
UND es hatte einen entscheidenden Vorteil ;-)…. ich hinterließ einen BLEIBENDEN Eindruck – wer mich einmal gesehen hatte, vergaß mich so schnell nicht mehr. 😉
Ich ließ mich also zumindest von der Gesellschaft nicht einsperren – anders wurde es natürlich vor zwei Jahren, wie eifrige Blogleser wissen, als ich körperlich einfach dazu nicht mehr in der Lage war – dann war auch ich eingesperrt.

Leider haben die allerwenigsten Betroffenen in ähnlichen Situationen das nötige Selbstvertrauen ebenfalls rauszugehen und das Beste aus ihrem Leben zu machen. Sie kapseln sich immer mehr ab weil sie unter Anderem (z.B. mangelnder Selbstliebe) die Blicke, den Spott und die Häme Ihrer Mitmenschen nicht mehr ertragen.
Und ich frage mich, in welcher Gesellschaft leben wir eigentlich.
Ich hatte das große Glück eine Familie, Freunde und Bekannte zu haben, die mich so akzeptieren wie ich bin.
Das haben diese Menschen anscheinend nicht! 
Warum helfen wir diesen Menschen nicht aus der Isolation heraus?
Nein im Gegenteil – wenn sie sich dann schon mal raustrauen, betrachten wir sie wie einen Elefanten im Zirkus!
Ich weiss, dass viele selbst Betroffene diesen Blog mittlerweile lesen, die sich nicht trauen einen Kommentar zu schreiben.
Bitte sperr dich nicht ein – geh raus und zeige DICH – genauso wie DU bist – sei stolz auf DICH. DU hast es genau wie jeder Andere auch verdient mit Respekt und Hochachtung behandelt zu werden. DU leistest SO viel, das darfst DU auch zeigen!!!!
Und wenn DU mir wieder Deine Assoziation zu diesem Thema erzählen willst – ich freue mich auf Kommentare und Mails. 

1 Comment

  1. […] vielen Jahren berichte ich hier im Blog über meinen Weg aus meinem selbst gewählten Gefängnis. Diesen Blog habe ich 2011 begonnen zu schreiben. Damals wusste ich noch nicht wirklich wo mich mein […]

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