Überraschungen
24. August 2013
Tief und Hoch
31. August 2013
zeige alle

Das Lipödem endlich auch im TV angekommen

Gestern Abend kam im ZDF eine neue Sendung „Dr. Feld hilft“. In dieser Ausgabe wurde endlich mal klargestellt, dass Dick nicht gleich Dick ist.

Ich finde es toll, dass diese Problematik nun endlich auch mal in den öffentlich rechtlichen Programmen angekommen ist und thematisiert wird!

Es wurde ein Frau gezeigt, die ein Lipödem im Anfangsstadium hatte. Anschaulich wurde dargestellt, wie sehr Patienten mit einer solchen Erkrankung bereits in diesem Stadium darunter leiden.
Man kann in diesem Stadium durch eine Liposuktion noch gut behandeln, aber die Krankenkasse bezahlt diesen Eingriff im Normalfall nicht.
Die Krankenkassen bezahlen im Normalfall bisher lediglich (mit viel Glück regelmäßig) Entstauungstherapien in Fachkliniken wie der  Földiklinik.
Was passiert, wenn man falsch oder gar nicht behandelt, kann man an meinem Fall sehr gut sehen.
Ich habe nun seit 30 Jahren Lip-Lymphödeme am ganzen Körper.
Mit dem großen Gewicht an Beinen, Hüften und Po war es nicht nur schwer, sondern auch schmerzhaft zu laufen, geschweige den Treppen zu steigen.
Im Laufe der Jahre kam Adipositas dazu, was kein Wunder ist, wenn man sich kaum bewegen kann.
Irgendwann in den letzten Jahren (man kann es hier im Blog wunderbar nachverfolgen) gaben meine Knie den Geist auf.
Ich kann gar nicht mehr laufen, brauche an beiden Beinen dringend Knieprothesen.
Durch eine Magen Operation haben wir die Adipositas „im Griff“ und ich habe “ nur“ noch die Ödeme.
Das heißt, auf mich kommen noch diverse Operationen zu.
Ich zähle mal auf:
– Beide Knieoperationen
– Mindestens 6 sogenannte Wiederherstellungsoperationen, das sind die Hauttransplantationen. Diese müssen nicht nur aus ästhetischen Gründen gemacht werden, sondern weil diese großen Hautüberschüsse nicht nur sehr störend sind, sondern auch nässen und zu Ekzemen neigen
– nachdem ich den Film gestern gesehen habe, nehme ich mal an, dass es bei mir nicht mit einer oder zwei Liposuktionen getan ist.
Die Krankenkassen sollten sich meiner Meinung nach mal Gedanken darüber machen, ob es nicht sinnvoll wäre, diese Krankheit endlich in einem Stadium anzuerkennen, wenn noch keine Folgeerkrankungen vorhanden sind.
Das würde nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen immens erhöhen, sondern auch langfristig die Kassen schonen.
Außerdem verstehe ich einfach nicht, warum die Ärzte diese Krankheit immer noch nicht kennen und dementsprechend die Patienten immer noch falsch behandelt werden. es wird an der Zeit dass man mal aufklärt darüber, was Menschen wie ich, täglich an Diskriminierung erfahren.

Nein, ich will in diesem Post nicht jammern und mich als Opfer darstellen, aber ich möchte endlich mal einigen Menschen die Augen öffnen!
Das ist der Hauptgrund warum ich seit Jahren diesen Blog  und nun ein Buch über meine Geschichte schreibe!
Zum Schluss möchte ich euch noch ein aktuelles Bild von mir zeigen. Hier sieht man, glaube ich ganz gut, was die Ödeme anstellen!
Durch die Abnahme von bisher 120 kg habe ich einen relativ „normalen “ Oberkörper, während Hüfte, Po, Beine und Oberarme immer noch unterirdische Ausmasse haben.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: