Spiritualität – was ist das für mich?
13. August 2016
Wie kann ich das Drehbuch meines Lebens neu schreiben?
28. August 2016
zeige alle

Coach, Lehrer oder Guru? Was ist der Unterschied und wo stehe ich?

In den letzten Wochen und Monaten habe ich mich sehr mit der Suche nach meinem Sinn, meiner wirklichen BeRUFung auseinandergesetzt.
Wie ich bereits vor einigen Jahren hier im Blog und in meinem Buch schon geschrieben habe, glaube ich dass es meine Berufung ist Menschen zu unterstützen auf die Beine zu kommen und dem RUF Ihres Herzens zu folgen - sie zu motivieren selbstständig ihren Weg zu gehen um der bewusste Schöpfer ihres eigenen Lebens zu werden.

Nun stellte sich mir die Frage, auf welche Weise ich das machen möchten?
Und so machte ich auf mich auf die Suche.
Es gibt Gurus, Lehrer oder Coaches.

Aber was ist eigentlich der Unterschied?


Also habe ich im nächsten Schritt wikipedia bemüht.


Was ist ein Guru:

"Guru (Sanskrit, m., गुरु, guru, dt. „schwer, gewichtig“) ist ein religiöser Titel für einen spirituellen Lehrer im Hinduismus, im Sikhismus und im tantrischen Buddhismus.
[1] Dies beruht auf dem philosophischen Verständnis von der Bedeutung des Wissens im Hinduismus. Der Lehrer ist für den Schüler unentbehrlich für die Suche nach Wissen und den Weg zur Erlösung.

Bis heute hat der Titel in Indien und unter den Anhängern der genannten Glaubensrichtungen seinen bedeutsamen Stellenwert behalten.

Im Tibetischen wird der Titel analog mit „hoch“ (transliteriert: Blama, gesprochen „Lama“) wiedergegeben.

In der indonesischen und singhalesischen Sprache heißt Guru heute „Lehrer“.

Neben den rein spirituellen Führern bezeichnet man auch jene als Guru, die Künste wie Gesang, Tanz etc. unterrichten, da diesen noch heute sehr starke religiöse Bedeutung zukommt.

  Im zeitgenössischen westlichen Sprachgebrauch wird die Bezeichnung „Guru“ − oftmals mit pejorativ abwertender oder spöttischer Bedeutung − für Menschen benutzt, die durch religiöse oder philosophische Aussagen Anhänger um sich scharen, im weiteren Sinne auch für Fachleute mit überdurchschnittlichem Wissen, langer Erfahrung und gegebenenfalls charismatischer Ausstrahlung."

Was ist ein Lehrer - laut Wikipedia:

Die Berufsbezeichnung Lehrer ist in Deutschland, im Gegensatz zur Amtsbezeichnung „Lehrer“, nicht gesetzlich geschützt. Die Amtsbezeichnung unterliegt dem Schutz von § 132a StGB.

Die Funktion eines Lehrers ist zudem nicht an eine bestimmte Ausbildung, sondern in erster Linie an eine Tätigkeit des Lehrens und Unterrichtens gebunden. Lehrer gibt es daher in vorprofessionellen und professionellen Bereichen: Wer sich in einem zeitweiligen systematischen Vermittlungsprozess befindet, übt die Funktion eines Lehrers aus und darf sich grundsätzlich als Lehrender oder als Lehrer bezeichnen.

Als Lehrer im weiteren Sinne können alle Personen gelten, die über eine gewisse Zeit die Rolle eines „Lehrenden“ einnehmen, also auch Eltern, ältere Geschwister, fortgeschrittene Schüler, Mentoren, die Jüngere in bestimmte Lebensfertigkeiten einweisen wie das Bewegen im Verkehrsbereich, sportliche Techniken, das Anfertigen von Hausaufgaben oder den Umgang mit anderen Menschen. Auch autodidaktische „Privatlehrer“ oder „Hauslehrer“ lassen sich hier einordnen.

  Im zeitgenössischen westlichen Sprachgebrauch wird die Bezeichnung „Guru“ − oftmals mit pejorativ abwertender oder spöttischer Bedeutung − für Menschen benutzt, die durch religiöse oder philosophische Aussagen Anhänger um sich scharen, im weiteren Sinne auch für Fachleute mit überdurchschnittlichem Wissen, langer Erfahrung und gegebenenfalls charismatischer Ausstrahlung."


Tja und nun? Wie sollte es weitergehen?? Was bin ich denn nun?

Eines ist für mich mal ganz sicher!
Schwer und gewichtig wie ein Guru das trifft sicherlich auf mich zu, auch habe ich viele Erfahrungen gemacht und eine gewisse Ausstrahlung (sagen zumindest die Menschen die mir begegnen).
Ich bin weder erlöst noch erleuchtet, ich habe einen bestimmten Glauben aber ich bin nicht fanatisch und ich möchte ganz sicher keine Anhängsel - äh Anhänger. Vor Allem (und das ist MEINE Meinung) stellt ein Guru klare Regeln auf, wie seine Schüler zu sein haben und was sie tun und lassen müssen. Seine Anhänger machen sich von ihm abhängig und können ohne ihn und seine Weisheiten, seine Anweisungen nicht selbstbestimmt leben. Sie sind sozusagen süchtig nach seiner Anerkennung und Aufmerksamkeit und stellen ihn weit über sich auf einen Sockel.
Bei dem Wort Guru fallen mir immer Sekten oder auch die Kirchen ein - und doch benutzt man den Begriff auch für grandiose Lehrer und Wissende. Wie gesagt, das bin ich also sicher NICHT! :-)

Bleiben also nur Lehrer und Coach.

Was ist hierbei der Unterschied für mich?

Ein Coach trainiert gemeinsam mit seinen Klienten - er gibt Aufgaben und Anweisungen und die Klienten müssen genau dies umsetzen, wenn sie erfolgreich werden möchten.

Ein Coach hat sich meist auf ein Fachgebiet spezialisiert und hat sein Wissen oft nicht aus der Praxis sondern sich theoretisch angeeignet.
Ein Coach trainiert dauerhaft seine Coachees- man sieht das bei erfolgreichen Sportlern und auch Unternehmern - sie haben immer einen Coach der sie anleitet und motiviert am Ball zu bleiben.
Viele Sportler haben bei einem Trainerwechsel Probleme um in ihrer Form zu bleiben. Es ist also auch eine gewisse Abhängigkeit vorhanden. Der Coach muss immer zur Verfügung stehen für das gemeinsame Training.

Ein Lehrer hingegen vermittelt Wissen, dass er sich angeeignet hat und gibt dieses weiter. Ein guter Lehrer gibt das Wissen so weiter, dass seine Schüler es verstehen und sich selbst erarbeiten und lernen wie sie ans Ziel kommen.

Er gibt zwar Aufgaben, dabei fördert er seine Schüler zur Selbstständigkeit und hat das Ziel die Schüler so weit zu bringen, dass sie unabhängig sind und irgendwann keinen Lehrer  mehr benötigen.
Wenn der Lehrer bemerkt dass ein Schüler Probleme im Umsetzen hat und Hilfe benötigt, vermittelt er weiter an einen Nachhilfelehrer bzw. Trainer der mit dem Schüler  trainiert.

Da sich die meisten spirituellen Menschen Coach nennen, dachte ich nun, dass das mein Weg sei und ich versuchte mich damit zu identifizieren.

Irgendwie ging es mir die letzten Wochen nicht gut dabei.
Etwas an meiner Einstellung hat mich blockiert - ich wusste nicht was es war.

Nun hatten wir am Samstag ein Treffen mit anderen Coaches, wir haben uns ausgetauscht und mir wurde immer klarer: Das BIN ich nicht! Es ist nicht meine Aufgabe zu coachen!

JA und am nächsten Morgen bin ich aufgewacht und ich wusste plötzlich was mich die ganze Zeit gehindert hat.

Es stimmt - ich bin KEIN Coach  - ich BIN eine Lehrerin - eine Seelen-Lehrerin und meine Mission ist es, den Menschen auf die Beine zu helfen.

Denn ich selbst habe das vorgelebt - ich weiß, was es heißt wieder auf die Beine zu kommen und loszumarschieren - in kleinen Minischritten immer weiter um dem Ruf des Herzens zu folgen.

Ich wusste plötzlich  - JA das ist meine Mission, meine Lebensaufgabe, meine BeRUFung. Ich führe nicht umsonst den Namen Ruf - alles im Leben hat seinen Sinn. Mein Herzenswunsch ist es anderen Menschen zu lehren wie sie sich auf dem Weg zu  sich selbst erkennen, erleben, leben und letztendlich selbst lieben lernen.

Sie sollen dabei Ihren ureigenen, individuellen Weg finden - um letztendlich frei zu sein und die Suche beenden können.

Kein Coach, kein Guru, kein Lehrer dieser Welt wird dann mehr benötigt, weil die Menschen sich selbst erkennen und in der Lage sind für sich selbst zu sorgen und die Verantwortung zu übernehmen.
Sie erkennen dass alles was sie benötigen in Ihnen zu finden ist.

Sie werden das Drehbuch ihres Lebens selbst - bewusst neu schreiben, um endlich wirklich frei zu sein.

Dabei wird alles was ich lehre, das sein was ich selbst erfahren habe. Das ist meine Aufgabe!

Kommentar verfassen