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Brücke zum Licht

Am letzten Wochenende hatten wir Besuch von ganz besonderen Menschen!
Wie kams zu der Bekanntschaft? Mein Mann war die letzten Monate sehr krank. Nun bin ich selbst ja alles andere als mobil, soll heissen ich bin mit dem Rollator unterwegs und kann daher nicht nur kaum laufen sondern auch nicht selbst Autofahren.
Im November mussten aber unbedingt die Winterreifen auf den Dienstwagen meines Mannes aufgezogen werden. Ich rief also die Reifenfirma an, schilderte meine Situation und fragte ob es eine Möglichkeit gebe, dass jemand das Auto holen würde.
Die Dame am Telefon war sehr nett, aber sagte ganz klar dass das nicht möglich und üblich sei.
Das musste ich natürlich akzeptieren und beendete das Telefongespräch.
Nun überlegte ich, wen von unseren wenigen Bekannten ich fragen könnten mir zu helfen.
Da klingelte das Telefon und die nette Dame von der Reifenfirma war dran. Sie meinte, sie hätte sich noch einmal Gedanken gemacht und sie würde mir nun ganz privat vorschlagen, dass sie selbst unser Auto holen, damit zur Arbeit fahren und nach Feierabend das Fahrzeug wieder bringen würde. Da sie im Nachbarort wohnen würde, wäre es für sie auch kein grosser Umweg und wenig Aufwand, aber es ginge halt nicht über die Firma sondern sei eine ganz private „Geschichte“ unter uns.
Ich fand das unheimlich nett und nach kurzem Zögern willigte ich ein.
Am nächsten Tag kam sie dann um das Auto zu holen und wie es manchmal im Leben passiert, wir sahen uns und…. wir hatten beide das Gefühl uns immer schon zu kennen.
Nadja hat mir dann auch angeboten, wenn ich Hilfe bräuchte, wäre sie jederzeit für mich da. Ich fand das wahnsinnig toll – wann bekommt man denn heutzutage schonmal einfach so, von wildfremden Menschen Hilfe angeboten. Ich habe sie dann auch wirklich angerufen, als ich dringend einen Chauffeur brauchte und sie ist sofort hilfreich eingesprungen. Für mich einer meiner persönlichen Engel auf Erden! Ja, ich habe mehrere davon, die werde ich sicherlich auch noch vorstellen.
Auf jeden Fall sind Nadja und ich seitdem befreundet und haben uns schon einige Male getroffen.
Nun hatten wir uns auch für letzten Sonntag verabredet und Nadja besuchte uns gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Sohn.
Nadja und ihre Mutter erzählten mir dann von ihrem Indienprojekt. Die Familie war vor einigen Jahren in Indien, die Armut dort hat sie sehr bewegt und sie haben daraufhin eine Hilfsorganisation gegründet, fahren selbst 1-2 jährlich dorthin und unterstützen Familien, indem sie die Kinder ausbilden. In den letzten 14 Jahren wurden dadurch ca. 150 Kinder und Jugendliche ausgebildet und dafür gesorgt, dass sie eine Zukunft haben.
Mir hat das sehr imponiert und mein Mann und ich werden diesen Verein künftig sicherlich unterstützen. Hier weiss man wenigstens, dass die Hilfe direkt auch da ankommt wo es gebraucht wird.
Ich freue mich sehr darüber, so liebevolle, selbstlose Menschen kennengelernt zu haben – praktisch Engel auf Erden, die helfen dort wo Hilfe benötigt wird.

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