Sommer – Hitze – Sonnenschein –
11. Juni 2014
zurück aus dem Urlaub – Teil 1
7. Juli 2014
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Heute muss ich Euch unbedingt von unserem gestrigen Ausflug erzählen. 🙂

Wir sind nach Österreich und nach Deutschland gefahren um von dort unsere Pakete zu verschicken.
Hintergrund ist der, dass neulich eine Kundin aus Österreich zusätzlich zum Zoll auch noch jede Menge Versandgebühren für die österreichische Post nachbezahlen musste.
Wohlgemerkt, wir hatten die Versandgebühren in der Schweiz schon bezahlt.
Meiner Meinung nach geht das gar nicht!! Zoll ist ja klar, dafür sparen die Kunden sich die Mwst. ,
aber zusätzlich noch Postgebühren draufschlagen?? Nein! Nicht mit uns!

Dann werden wir künftig lieber alle zwei Wochen die 130 km auf uns nehmen, selbst verzollen und aus Deutschland oder eben Österreich verschicken.

Da die Ware dann nicht am Zoll hängen bleibt und zumindest die deutsche Post schneller ist, haben unsere Kunden Ihre Pakete genauso schnell als wenn wir aus der Schweiz sofort verschicken. 🙂

Aber warum erzähle ich Euch das?? 🙂

Ganz einfach, weil wir gestern das erste Mal mit unserem Geländewagen  und nicht mit dem behindertengerechten Auto gefahren sind.
Bisher war mir das nicht möglich, weil das Auto sehr hoch ist und ich schlicht und einfach keine Möglichkeit hatte rein zu klettern.

Nun hatten wir vor einigen Tagen den rettenden Einfall – einen Tritt, wie man ihn vom Camping kennt…..  Er ist zwar auch nur halb so hoch wie das Auto, aber die Idee ist, mit dem Rollator vor den Tritt zu laufen und auf den Rollator stützend auf den Tritt um dann aus der erhöhten Position ins Auto zu steigen.
Es ist natürlich viel einfacher und bequemer als im Rollstuhl transportiert zu werden.

Ich habe das Aufsteigen auf den Tritt also letzte Woche mit Michelle, meiner Personaltrainerin, geübt.

Gestern war also Premiere und ich habe
das Einsteigen ins Auto ausprobiert!
Es hat wunderbar geklappt – ich kam relativ easy ins Auto und wir sind OHNE Rollstuhl (der würde nicht ins Auto passen!) losgefahren.

Wir waren dann  in Österreich beim Mittagessen und bei der Post und sind anschliessend weiter nach Lindau.
Auch das Mittagessen war eine Premiere.
Nicht nur aus dem Auto wieder auszusteigen, sondern auch mit dem Rollator in den Gastgarten laufen und nach so langer Zeit das erste Mal nicht im Rollstuhl, sondern auf einem „normalen“ Stuhl zu sitzen.

Einfach nur genial – ich freu mich so sehr darüber und nicht mehr lange, dann brauch ich auch den Rollator nicht mehr.
Aber das Beste ist, dass wir jetzt auch „schnell“ mal irgendwohin fahren können – ein Rollstuhltransport ist schon ein ziemlicher Aufwand und frau überlegt sich genau ob es unbedingt nötig ist, z.b. zum Einkaufen mitzufahren.
Jetzt können wir wieder spontan sagen…. komm lass und dorthin und dahin fahren.
Ausserdem ist es natürlich viel schöner und bequemer vorne zu sitzen – man sieht irgendwie mehr von der Welt und kann sich mit dem Fahrer unterhalten. 🙂

Wieder ein Stück Freiheit mehr – und gerade im Hinblick auf den nahenden Urlaub eine immense Erleichterung…..
Nichtsdestotrotz werden wir den Rolli mitnehmen nach Sardinien – für weitere Strecken sicher besser.

Mein nächstes Ziel für den Urlaub ist, endlich mal wieder selbst Auto zu fahren – wenn ich auf die Beifahrerseite komme, komme ich auch auf die Fahrerseite.
Da wir Automatik haben, dürfte es kein Problem sein und – in Italien darf ich fahren.
In der Schweiz gilt mein deutscher Führerschein leider nicht. Ich habe es bisher versäumt meinen Führerschein umschreiben zu lassen, da ich ihn sowieso nicht nutzen konnte.
Wieder etwas für meine To-do Liste. 🙂

HURRA – ich bin NICHT mehr auf den Rollstuhl angewiesen, es geht locker auch ohne.

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