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Heute möchte ich Euch  nochmal erklären, was ein Lipödem, bzw. ein Lymphödem ist.
Es ist so wichtig, dass man rechtzeitig über diese Krankheit aufklärt.
Als es bei mir vor 30 Jahren begann, gab es diese Möglichkeiten noch nicht. Ansonsten wäre mir und vielen Anderen auch  ein langer Leidensweg erspart geblieben. (Aber dann gäbe es auch diesen Blog nicht 😉 )

Dazu habe ich in meinem Buch Folgendes geschrieben:

Teil 3 Seite 183 – 186

“  .. Millionen Frauen sind von dieser Krankheit betroffen, ohne es zu wissen. Die Dunkelziffer ist sehr hoch und Ärzte sind weitestgehend unwissend auf diesem Gebiet.

http://www.lipoedemportal.de/

Was ist ein Lipödem eigentlich?

Unter einem Lipödem (»Fettstauung«) versteht man eine beidseitige Schwellung von Beinen, Armen oder anderen Körperteilen, bei der das Fettgewebe vermehrt ist und die gleichzeitig vermehrt Flüssigkeit enthält.
In der Regel reicht die Schwellung vom Beckenkamm bis zu den Knöcheln, die Füße sind vollständig ausgespart.
Je nach Ausprägung kann sich daher an den Knöcheln ein Vorsprung finden (»Fettkragen«), an dem die Fetteinlagerung plötzlich beginnt.
Die Betroffenen klagen anfangs über Spannungsgefühle in den geschwollenen Gebieten, später kommen Berührungsempfindlichkeit und oft starke Dauerschmerzen hinzu.
Besonders starke Schwellungen finden sich an den Hüften (»Reiterhosen«), den Oberschenkel-Innenseiten und der Innenseite der Kniegelenke.
Oberhalb der Knöchel staut sich häufig das Fettgewebe besonders intensiv (»Fettmuff«). Neben den Beinen können auch die Arme, der Nacken, letztlich der ganze Körper betroffen sein.
Meist ist der Oberkörper erheblich schlanker, die Hüften und Beine scheinen nicht zum gleichen Menschen zu gehören.
Die betroffenen Frauen benötigen für Hosen und Röcke zwei Nummern stärkere Konfektionsgrößen als für Blusen und Jacken.
Die Schwellung ist immer symmetrisch. Die Beine verlieren langsam die Form.
Knöchel und Knie sind kaum noch erkennbar, die Beine nehmen die Form von Säulen oder Trichtern an.

Das Lipödem ist ab einem gewissen Stadium nicht nur schmerzhaft, die Betroffenen klagen auch über Einblutungen (»blaue Flecken«), selbst wenn sie sich nur minimal stoßen.
Oft können sie sich nicht mehr erinnern, wo sie sich die vielen Stöße zugezogen haben.
Auffallend ist, dass die Haut in fortgeschrittenem Stadium des Lipödems häufig kühl und schlecht durchblutet ist.

(Quelle: http://www.weiss.de/krankheiten/lymph-lipoedem/lipoedem/)

 

Was ist ein Lymphödem eigentlich?

Reicht die mechanische Fähigkeit zum Abtransport von Lymphflüssigkeit aus verschiedenen Gründen nicht aus, kommt es zu einem eiweißreichen Ödem, das praktisch an jeder Stelle des Körpers auftreten kann. Dieses Ödem neigt ohne Therapie zu einer langsamen, aber chronischen Verschlechterung.
Die Schwellung beim Lymphödem ist meist einseitig. In den frühen Stadien ist das Gewebe tief eindrückbar, das Wasser lässt sich leicht verschieben, daher bilden sich im ersten Stadium Dellen auf Daumendruck. In dieser Phase lassen Stauungsbeschweren und Schwellungen nach, wenn die geschwollene Körperregion (z.B. ein Bein) hochgelagert wird.
Das sich einlagernde Eiweiß führt über nichtbakterielle Entzündungen zu Verhärtungen des Gewebes (Fibrosen) und krankhaften Veränderungen der Lymphgefäße (Lymphangiosklerosen). Schließlich entsteht daraus ein sekundäres Lymphödem. Dann liegt ein Lipo-Lymphödem vor. Dies ist an der Schwellung des Fußrückens (»Lymphsee«), vertieften Falten an den Zehen-Ansätzen (Zehengrund) und einem positiven Stemmer’schen Zeichen[2] erkennbar.

Wichtiger Hinweis: Das sekundäre Lymphödem, das aus einem Lipödem ein Lipo-Lymphödem macht, kann in allen Stadien des Lipödems entstehen!

Behandlungsmöglichkeiten

• Das Lipödem entsteht nicht ernährungsbedingt und ist somit nicht durch Fastenkuren zu beseitigen.
• Betroffene mit Übergewicht sollten jedoch in jedem Fall versuchen, ihr Körpergewicht zu reduzieren.
• In Verbindung mit sportlicher Aktivität wirkt sich dieses auf jeden Fall positiv auf die Erkrankung aus.
• Wichtig: Bewegung und Sport sollten immer in der Kompression erfolgen, um einen Umfangszuwachs zu vermeiden. Bei Wassergymnastik oder beim Schwimmen erzeugt der Wasserdruck die Kompression.
• Spazieren gehen, Wandern, Aerobic, Steppen, Radfahren oder Ausdauertraining auf dem Laufband gehören zu den empfohlenen Sportarten.
• Durch Salben oder Medikamente kann ein Lipödem nicht beeinflusst werden.
• Operative Eingriffe in Form von Liposuktion (Fettabsaugung) sind möglich, wobei vorher abgeklärt sein muss, ob bereits eine Lymphabflussstörung vorliegt, um Folgeschäden zu vermeiden….“

Vor einigen Jahren habe ich schon darüber berichtet, was passiert wenn man diese Krankheit nicht oder zu spät behandelt:

Myra, eine junge Frau die selbst vom Lipödem  (im Anfangsstadium) betroffen ist, hat diese Krankheit sehr anschaulich erklärt. Danke dafür liebe Myra!

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