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frauenpowerUnternehmerin seit 30 Jahren und in diesem Artikel erfährst Du wie ich es geschafft habe mich gegen Männer durchzusetzen.

Diesen Artikel schreibe ich, weil ich das erste Mal an einer Blogparade teilnehme. Mara Stix veranstaltet sie unter dem Motto: „der weibliche Weg zum Erfolg“. Ich möchte einen kleinen Einblick in meine berufliche Laufbahn als Unternehmerin geben und auch meine 5 besten Tipps für eine erfolgreiche Karriere weitergeben,

Das wirklich Interessante an meiner Laufbahn ist, dass ich die meiste Zeit in Branchen tätig war, die zum damaligen Zeitpunkt von Männern dominiert wurden.

Mit 19 Jahren startete ich als selbstständige Vermögensberaterin und war lange Zeit die einzige Frau unter ca. 30 Männern. Wir teilten uns ein großes Büro und veranstalteten gemeinsame Schulungen, Seminare und Infoabende.
Anfangs nahmen diese Männer mich nicht wirklich ernst. Ich war mit Abstand die Jüngste und damals sehr schüchtern. Also musste ich mich beweisen. Bald schon konnte ich die ersten Erfolge nachweisen und wurde plötzlich sichtbar.

Jetzt wurde ich wahrgenommen und das Erstaunliche war, dass die Männer mich ernst nahmen.

Sie sahen in mir keine Konkurrenz, sondern holten sich Rat bei mir wenn es um Beziehungsprobleme ging und ließen sich auch hinsichtlich ihres Auftretens, ihrer Kleidung gerne beraten. Sie unterstützten und coachten mich und bald schon hatte ich eigene Mitarbeiter und Führungsverantwortung. Es war eine sehr schöne partnerschaftliche Atmosphäre.

Ich hatte absolut keine Probleme mit Männern zusammenzuarbeiten.

Nach einiger Zeit kamen plötzlich andere Frauen in unser Team. Die schöne Zeit war sehr schnell vorbei und der  „Zickenkrieg“ begann. Ein einziger Konkurrenzkampf, in dem es nur darum ging wer besser aussah, die tolleren Klamotten hatte usw. Es wurde gemobbt, verleumdet und getratscht was das Zeug hielt.
Gott sei Dank – war ich damals nur in einer Beobachterrolle. Durch mein Aussehen bedingt war ich ja keine ernsthafte Konkurrenz – meinten die Mädels zumindest. 🙂
Mir ging das damals ziemlich bald auf den Nerv und deswegen entschloss ich mich, selbst nur Männer einzustellen und baute mir eine Organisation nur mit männlichen Beratern auf.

Nach einigen Jahren gefiel mir dieser Beruf ganz und gar nicht mehr – aus meiner Begeisterung wurde Frust und ich wechselte den Job.

Ich blieb weiterhin selbstständig, verkaufte aber diverse andere Produkte.
Mitte der 90er Jahre waren die Anfänge des Internet. Ich habe das erste Mal im Radio von dieser tollen Erfindung gehört und war begeistert. Dieses Medium wollte ich kennen lernen. Ich baute mir 1996 meine erste private Website. Damals sehr exotisch und den reinen Computerfreaks vorenthalten. Es gab damals noch nicht mal die Möglichkeit Bilder hochzuspielen- um eine Seite im Browser anzuzeigen, wartete man auch schon mal 30 Minuten oder länger. Die Internetverbindung war noch mit 2400 er Modem und extrem langsam und vor Allem die Telefonkosten waren enorm.
In dieser Zeit hatte ich teilweise eine Telefonrechnung von 2000,00 DM im Monat – nur weil ich dem Internet verfallen war. Ich eignete mir das Wissen an, was ich benötigte und gründete bald schon – anfangs als EIN-Frau Betrieb eine Internet-Agentur.

Nun war ich wieder in einer (damals) Nische, in der nur Männer arbeiteten.

Bald hatte ich genug Aufträge und konnte es nicht mehr alleine bewältigen – ich brauchte dringend Unterstützung und stellte die ersten MitarbeiterINNEN ein. Ja, da dieser Beruf damals sehr extrem von Männern dominiert wurde, entschloss ich mich in meiner Firma nur Frauen zu beschäftigen.

Und es klappte – wir gingen damals  und das wurde uns von Kunden auch immer wieder bestätigt, ganz anders an Aufträge ran als die Männer. Uns war es wichtig, dass die Webseiten die wir programmierten (damals MUSSTE man noch programmieren können! 😉 ) „eine Seele“ hatten.

Das war unser absoluter Benefit und Alleinstellungsmerkmal.

Diese Internetagentur betrieb ich 12 Jahre – erst als wir uns entschlossen in die Schweiz auszuwandern, schloss ich diese Firma schweren Herzens.
Es war eine coole Zeit mit „meinen“ Mädels  – die teilweise hier auch noch mitlesen – liebe Grüsse an Euch Chrissie, Nicole, Gaby, Ines, Conny usw.! – und das Tollste  – es gab bei uns eben KEINEN Zickenkrieg, keinen Konkurrenzkampf, keinen Laufsteg und all das nicht, was man so hört.

Warum war das so?

  • Weil ich als Arbeitgeberin sehr großen Wert darauf legte, dass wir uns auf der sozialen Ebene gut verstanden.
  • Wir waren eher Freundinnen, die ein gemeinsames Ziel verfolgten als Kolleginnen – wir unterstützten uns gegenseitig.
  • Da keine Männer bei uns arbeiteten, gab es auch kein Schaulaufen und keinen Konkurrenzkampf.
  • Ich war zwar Chefin, aber ich befand mich auf der selben Augenhöhe und behandelte meine Mitarbeiterinnen gleichwertig.
    Beispielsweise wechselten wir uns wochenweise ab und kochten einmal in der Woche mittag füreinander und trafen uns oft auch mit den Familien zu privaten Feiern.Im Rückblick war es eine spannende und sehr schöne Zeit.

    Wenn du erfolgreich sein willst als Frau, habe ich diese Tipps aus meiner langjährigen Erfahrung für Dich:

Verlange nicht von dir perfekt zu sein.

Bei Einstellungsgesprächen machte ich immer wieder die Erfahrung, dass Frauen sehr leicht sagen, dass sie in diesem und jenem Bereich nicht fit seien. Ein Mann würde so etwas nicht sagen – wenn ein Mann nur 50% von dem kann, was eine Frau kann, behauptet er von sich Experte zu sein, während die Frau sagt sie ist Anfängerin. Also bitte habe nicht einen solch hohen Anspruch an Dich selbst!

Vergleiche dich nicht mit Anderen

Du musst und kannst dich nämlich gar nicht vergleichen, denn du bist einzigartig, etwas ganz Besonderes. Jemanden wie Dich gibt es nur einmal und daher bringt dir der Vergleich mit Anderen gar nichts.

Verwandle dein Büro nicht in einen Laufsteg

Natürlich darfst du Frau sein, aber alles zu seiner Zeit. Natürlich kommt es auf die Branche an, aber im Normalfall ist es nicht wichtig ob du Markenklamotten trägst oder wann du das letzte Mal deinen Lippenstift nachgezogen hast.

Mache dich nicht kleiner als du bist

Stehe zu deinen Qualifikationen und Skills. Sei stolz darauf, ohne überheblich zu sein. Du leistest genauso viel und bist genauso viel wert wie ein Mann. Wenn du das von dir weißt und dazu stehst, strahlst du das auch aus.

Liebe dich selbst

Sehe deine Einzigartigkeit, dann hast du es nicht nötig dich mit Äußerlichkeiten zu definieren.
Wenn du dich selbst liebst wie du bist – mit all deine Stärken und Schwächen, werden dich die Menschen in deinem Umfeld auch lieben und das hat überhaupt nichts mit deinem Aussehen zu tun!

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

 

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